Das große Bienensterben . . .

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… ist völlig normal und garnicht bedrohlich. In den nächsten Wochen werden vermehrt wieder tote Bienen zu finden sein. An und vor den Fluglöchern ihrer Behausungen liegen sie momentan zentimeterhoch. Viele kehren von ihren Sammelflügen nicht mehr zurück. Aber keine Panik!

Das Volk beginnt sich um diese Jahreszeit zu erneuern. Die Winterbienen haben jetzt monatelang für die nötige Wärme im Stock gesorgt und sich um das Wohlergehen der Königin gekümmert. Jetzt, wo die Tage wieder milder und länger werden räumen sie Wachsreste und tote Kameradinnen aus dem Stock. Der Imker öffnet nun die Fluglöcher und entfernt das Mäusegitter, um den Bienen diese Arbeit zu erleichtern. Die Königin steigert nun jeden Tag die Anzahl der Eier, die sie in die freien Zellen legt. Um diese zu versorgen wird nun vermehrt Pollen benötigt, den die Sammlerinnen von den Frühblühern herantragen. Aber für einige von Ihnen wird es der letzte Ausflug sein, von dem sie oft auch nicht mehr wiederkehren. Ihre Lebenszeit ist nun, nach 5-6 Monaten, langsam aufgebraucht.

Das Volk wird hierdurch natürlich erst einmal deutlich schwächer weil die Alten nun sterben und die neue, täglich umfangreicher werdende Brut erst in ein paar Wochen schlüpft. So etwa Mitte bis Ende April nimmt die Zahl der Bienen wieder deutlich zu. Sie explodieren förmlich, da die Königin nun auf ihre Höchstleitung zusteuert und täglich an die 2000 Eier legt und diese natürlich dann irgendwann auch täglich schlüpfen. Zu dieser Zeit sind die Bienen, die heute noch als Ei gelegt wurden, berreits wieder tot. Sommerbienen leben nämlich nur 5-6 Wochen.

Also, das „große Bienensterben“ jetzt gerade bei unseren Honigbienen ist völlig normal.

😉

 

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