Der Bienensitz und die alten Schinken

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Bei 12*C werden die Bienen Bei der  „Durchlenzung“ unterstützt

Die Winterruhe ist vorbei. Die Bienen setzen nun alles daran, ihren Mannschaftsstärke zu erhöhen. Zur Kirschblüte, in der Regel Mitte April, müssen die Völker viele Bienen am Start haben, um in die Nektar-Sammelsaison zu starten.

Die Zeitspanne zwischen Winterruhe und Kirschblüte nennt man auch Durchlenzung. Zur Zeit nimmt die Anzahl der Bienen insgesamt eher noch ab, da täglich mehr alte Winterbienen das Zeitliche segnen, als junge Bienen aus den momentan etwa handtellergroßen Brutfeldern schlüpfen. Das wird sich aber bald ändern. Die Brutflächen werden von Tag zu Tag größer und müssen von immer mehr Individuen auf eine exakte Temperatur bei 36*C erwärmt und konstant gehaten werden. Dafür wird auch immer mehr des bis jetzt noch gebliebenen Wintervorrates an Futter verbraucht. Selbstversorgung ist erst wieder ab der Kirschblüte möglich.

Ein starkes Volk nähert sich dem Saisonauftakt 😉

Was heißt das nun für den Imker? Bei schönem Wetter mit um 12*C  riskiert er einen Blick von oben auf die Bienen. Völker, die auf 2 „Etagen“ überwintert haben, haben sich im Laufe des Herbst/Winter von unten vorne nach oben hinten durch das Futter gearbeitet und sitzen nun in der Regel in der oberen Zarge.

In der unteren, nahezu leeren Zarge hängen die ältesten, mittlerweile recht dunkel gewordenen Waben. Diese Kiste nimmt man nun weg und führt die „alten Schinken“ der eigenen Wachsaufbereitung zu.

Hierauf gehe ich zu gegebener Zeit noch einmal genauer ein. Die oberste Kiste wird nun mit den Bienen auf den freigewordenen Platz der eben entfernten gesetzt.Nun wende ich mich dieser Zarge zu.

Der Bienensitz, das heißt, die Rähmchen auf denen nun die erst Brut angelegt ist, wird ermittelt. Gegebenenfalls kann man diesen dann etwas in die Mitte der Kiste korrigieren. Von hier aus werden die Tiere nun nach aussen das Brutnest ausweiten. Hierzu werden die leer gezehrten Zellen von den Arbeiterinnen gereinigt und dann von der Königin mit Eiern belegt. An diesen Bereich schließen sich von innen nach außen mit Pollen und mit Futter gefüllte Waben an, damit die Bienen hierauf jederzeit Zugriff haben. Es sollten  während der Durchlenzung mindestens 5 kg Futter im Volk sein, damit die Versorgung an den kühlen und regnerischen Tagen voll gesichert ist.

Der erste Schritt der Saison ist nun getan.

LG, euer Bienenkumpel

 

 

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