Heute traf ich meinen Schwarm!!

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Premiere

Am Muttertag wollte ich vor dem angekündigten Regen noch ein paar Piselunten aus dem bienenhaus holen, die ich zur Kontrolle der Völker brauchte, die unter freiem Himmel am anderen Platz stehen.

Ein Kleingärtner erzählte mir, in seinem Garten war der Himmel voller Geigen, …äh – Bienen gewesen und dann hätten die in einem Baum gehangen. Dort wären sie nach drei Tagen abgeflogen, kurze Zeit später aber wiedergekehrt. Dort wo er seine Parzelle hat, stehen seit einigen Monaten auch zwei Völker. Sein Nachbar ist aber gerade verurlaubt.

„Na, dann sehe ich mir das doch mal an“, sagte ich und ergänzte: „Nach drei Tagen wird es aber langsam Zeit, das man die Bienen einfängt und mit Futter versorgt“. In einem recht kleinen Obstbaum hing ein nicht allzugroßer Bienenschwarm ruhig am Hauptstamm und einem kleinen Seitenast. Ich holte eine Beute, mit Futterwabe, ausgebauter Leerwabe und Mittelwand bestückt. Robert, mein Imkerpate, wohnt ganz in der Nähe und hatte gerade Zeit. Wir kletterten über zwei verschlossene Gartentore und machten uns an die Arbeit.

Runterschlagen bzw -schütteln oder doch abfegen? Zuerst benetzten wir sie mit Wasser aus eine Sprühflasche. Dann entschieden wir sie durch schütteln in die Beute zu buxieren. Ein großer Teil plumpste hinein und wir schlossen den Deckel und öffneten ein kleines Loch an der Vorderseite. Nach kurzer Zeit sterzelten einige Bienen am Flugloch. Die Königin war offensichtlich „save“. Die Bienen am Boden bildeten kleine Grüppchen, bewegten sich aber nicht von der Stelle. Am Baum sammelten sich die fliegenden Bienen schnell wieder.

Unter Umständen hatten die Bienen nach drei bis vier Tagen nicht mehr soviel Energie und versuchten sich in Gruppen zu wärmen. Die Wetterbedingungen waren nicht die besten, es war kühl und begann zu regnen. Wir beschlossen, die Tierchen mal machen zu lassen und nach ein paar Stunden nochmal nach dem Rechten zu schauen.

Nach einem etwa halbstündigen heftigen Gewitter mit heftigem und anschließen leichtem Regen traf ich nach knapp vier Stunden wieder ein. Am Bäumchen hing noch eine etwa zwei bis drei Handflächen große Traube. Diese sprühte ich noch einmal leicht ein, slug sie in einen kleinen Kunststoffeimer und ließ sie von da aus durch das Flugloch einlaufen.

Vom Eimer läuft der Rest durchs Fugloch ein

Ich spannte einen Gurt um die Beute um sie, da ich ja jetzt allein war, besser über das verschlossene Gartentor heben zu können. Dann fuhr ich sie mit dem Fahrradanhänger zum Bienenhaus und stellte sie dort für die nächste Nacht in den Schuppen. Morgen oder übermorgen werde ich den Schwarm evtl. nocheinmal in meine Schaubeute umsiedeln und an ihren festen Platz stellen.

 

Schönen Restmuttertag

Euer Bienenkumpel

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