Schleudertrauma und Bienenflucht

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einige Honigräume sind kaum zu heben

Gestern habe ich meinen Geburtstag damit verbracht mit der Schleuderung der Frühtracht zu beginnen. Dies bedeutete zuerst einmal das Material und Werkzeug zu sichten und die Schleuderküche picobello zu säubern.

Es ist angerichtet

Gestern Abend hatte ich an einem Stand mit vier Völkern bereits das Absperrgitter gegen eine Bienenflucht getauscht. Nein – ich wollte meine Bienen natürlich nicht in die Flucht schlagen. Eine Bienenflucht ist eine dünne Platte, mit der man die Bruträume vom Honigraum trennt. In dieser Platte befinden sich 2 runde Kunststoffeinsätze, in der sich ein paar kleine Löcher befinden. Die Bienen im Honigraum, den ich nun abernten möchte, fühlen sich von ihrer Königin getrennt, deren Phäromone sie durch die kleinen Löcher aber wahrnehmen können. Sie streben nun in den Raum mit der Majestät direkt unter ihnen.

Die Platte trennt Brut- und Honigraum
Der breite Eingang führt zu den beiden schmalen Ausgängen

Die Plastikteile haben einen durchgang dorthin, der am Anfang breit und zum Schluß gaaaanz schmal wird. Um ihr Ziel zu erreichen drücken sich die Bienen durch diese Engstelle hindurch, würden diese in Gegenrichtung aber nicht mehr passieren können. So hat man in der Honigzarge in etwa 12-24 Std nur noch eine Hand voll Bienen. So ist die Ernte für sie selbst und für mich wesentlich stressfreier.

 

Ich habe am Abend von diesem Stand etwa 60 kg Honig, plus dem Gewicht der Kisten und des Werkzeugs, also um die 70-75 kg mit meinem Fahrradanhänger abtransportiert. Anschließend habe ich noch bis weit in die Nacht geschleudert und in zwei Eimer abgefüllt. Heute geht es am nächsten Stand weiter. Dort warten noch einmal sieben Völker auf den Honigdieb.

 

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