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Wie alles begann

Meine Geschichte, wie ich zu den Bienen kam

Ich hatte Spätdienst und nahm mir noch einen Kaffee mit raus auf die Terrasse, als alle aus dem Haus waren. Es war schon recht warm und von irgendwo her hörte ich ein auffälliges Summen. Wir haben an der Terrasse einen mittlerweile recht üppig gewordenen Ceanotus (Kalifornischer Flieder) stehen, der zu dieser Zeit hunderte kleiner blauer Blütendolden mit ganz feinen gelben Pollen trägt. Und dort versammelten sich gefühlt ebensoviele Insekten. Hummeln, Wild- und Honigbienen und auch Schwebfliegen, sowie einige Schmetterlinge. Alle sammelten emsig Pollen und Nektar und "schredderten" die feinen Blüten regelrecht, sodass sich unter dem Strauch bereits ein blauer Teppich befand.

Ceanotus

Mittlerweile war mein Kaffee dann kalt und oh(!!!), ich musste auch echt los jetzt.

In den nächsten Tagen quetschte ich Onkel Google aus und stieß dabei auf die Imkerei. Ich las halt auch vom "Bienensterben" und dem legendären Satz, den Albert Einstein mal gesagt haben soll.

Und ich fragte mich: "Konnte auch ich einen Beitrag dazu leisten, den Bienen unter die Flügel zu greifen?"

Ich erinnerte mich, dass ich von einem meiner Kunden zu Weihnachten immer ein Glas Honig und eine Bienenwachskerze geschenkt bekam. Konnte er mir vielleicht helfen. Er konnte! Er hatte 3-4 seiner Bienenstöcke direkt am Haus stehen, die er mir auch sofort bereitwillig zeigte.

"WOW!!"

Die Bienen flogen in Massen am Flugloch raus und rein. Aber wir standen ja dahinter." Da kann ja nix passieren" (dachte ich). Aber dann hob er von einer Kiste den Deckel und darunter eine Folie ab. Und damit nicht genug. Er zog eine Wabe heraus und ich sollte mal versuche sie an den Seiten vorsichtig zu halten, so ich wollte. Natürlich wollte ich! "Aber..." , sagte ich voller Selbstvertrauen (*Ironie aus). Aber ich nahm das Holzrähmchen tatsächlich, ohne Helm und ohne Gurt ;-)). Und das war der Einstieg. Er erzählte und ich fragte ihm Löcher in den Bauch.

Robert lud mich ein, den Lehrbienenstand des ansässigen Imkervereins Monats abends zu besuchen. Dort ging ich von nun an regelmäßig hin, lernte noch mehr Imker(innen) kennen und war fortan gefangen. Ich las Bücher und Robert gab mir seinen Imkereibedarf-Katalog mit.

Ich rüstete mich mit der nötigen Startausrüstung aus, über die ich hier auch demnächst noch etwas verfassen werde und legte kurz darauf mit meinen ersten beiden Jungvölkern los. In einer Kleingartenanlage suchte man zu diesem Zeitpunkt jemanden, der gerne einen Bienenstand dort aufbauen wollte und das war mein Startschuss.

Meine ersten Jungvölker

Ja, so kann es gehen. Nun hat sie mich, die Biene.

😉